Sonntag, 2. Juni 2013

Hochwasser fast vor der Haustüre

Wir wohnen seit ca zwei Jahren in dem Haus von meinen Eltern und Großeltern.Gebaut hat es mein Uropa und meine Uroma. Ich liebe dieses Fleckchen Erde und könnte mir nur schwer vorstellen, hier wegzuziehen.
Komisch, wie sehr man mit so einem Fleckerl Erde verwurzelt sein kann.
Da wir in dem früheren Auenland des Inns leben, nicht weit weg von ihm, kommt es immer wieder mal vor, daß es bei uns Hochwasser gibt.
Aber daß der Grundwasserspiegel so hochgeht, daß bei uns nicht nur die Drainage, die 1,50 Meter hoch  und ca. 3 Meter breit ist und  ca.15 Meter vor unserer Haustüre komplett mit Wasser volläuft, das hab ich so auch noch nicht gesehen.  Nein, auch der hintere Bach, der einen halben Kilometer von uns weg ist, ist so übergegangen, daß das Wasser über die Felder bis zu unserer Drainage läuft.
Es sieht aus, als würden wir an einem See leben. Im Keller beginnt das Wasser auch zu steigen. Gott sei Dank nur im Pumpschacht, mittlerweile sind es 12 cm. Bei 40 cm steht unser Keller dann unter Wasser.
Es regnet immer noch. Ich hoffe, da oben hat einer ein Einsehen und lässt es aufhören zu regnen. Steigt das Grundwasser noch einen halben Meter, dann haben wir das Wasser vor der Haustüre und der Keller ist dann bis oben mit Wasser aufgefüllt, da es dann durch das alte Kellerfenster beim Sicherheitsentlüftungsloch für die Gasheizung läuft.
Am Nachmittag reagierten die Behörden aber auch dort und riefen gegen 15.00 Uhr den Katastrophenfall für den gesamten Landkreis Mühldorf aus.

Aber das Schöne ist, als ich ein Kind war, als das letzte Mal das Wasser so hoch stand, schwammen Enten in dem Dainagensee. Heute besuchte uns ein wunderschöner Schwan, so als würde er sagen, es ist alles nicht so schlimm. Er schwamm graziös an uns vorbei, es sah so wunderschön aus.
 Ich hab auch einige Bilder für euch.





















Die Not der Tiere merkt man auch. Die kleinen Spatzen kuscheln sich an die Balkonbrüstung oder setzen sich oben oder unter den Balkon. Sie sind richtig durchgeweicht und wenn sie sich schütteln, dann spritzt das Wasser nur so von ihnen ab.







Etwas Schönes gibt es auch noch: Nachdem unser Taubenpärchen drei Mal versuchte zu brüten und das Nest von den Elstern immer ausgeraubt wurde, gibt es nun Nachwuchs. Ein kleines Taubenbaby hat es geschafft. Ich hoffe, morgen vom Vogelbaby ein Foto machen zu können.
So, jetzt  gönne ich mir eine Tasse heißen Tee und warte ab. Es wird eine lange unruhige Nacht werden.

Ich wünsche allen in den betroffenen Hochwassergebieten eine ruhige und trockene Nacht. Euch allen andern ebenfalls.
Seid lieb gegüßt

Susi 



Kommentare:

  1. Das ist ja ganz schön knapp. Der Inn tritt ja wirklich gerne über. Ich hab das in Innsbruck erlebt. War für uns Kinder sehr aufregend. Aber so knapp vor der Haustüre ist das schon sehr bedrohlich. Ich hoffe es hört endlich auf zum Regnen. Bei uns ist in der Nähe auch eine Mure abgegangen.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Hallo Anna,
      der Regen wird leichter und das Wasser fällt. Wir hoffen auf den Stillstand des Wassers.
      So ein Murenabgang ist ja auch ganz schön gefährlich.
      Liebe Grüße
      Susi

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  2. Oh, das ist wirklich nicht schön! Ich hoffe sehr, dass Ihr es bald überstanden habt, und das Wasser nicht so hoch kommt. Gerade heute morgen, bei den ganzen Bildern vom Hochwasser hab ich mich gefragt, was wohl die Tiere machen? Nicht nur Vögel, sondern alle anderen.
    Liebe Grüße
    Alva

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    1. Hallo Alva,
      danke für deine lieben Wünsche. Können wir gut gebrauchen.
      Ja, die Tierlein haben mir sehr leid getan. Ich hab ihnen bei dem Wetter direkt ein Futter ins Häuschen getan.
      Drück dich
      Susi

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  3. Oh je, das klingt alles gar nicht gut. Schwimm uns bloß nicht weg. Ich halte die Daumen, dass es endlich aufhört zu regnen...

    Liebe Brummbärengrüße
    vom Tinchen

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    1. Hallo Tinchen,
      dir auch lieben Dank für die Wünsche. Die tun uns allen gut. Nö, wegschwimen, ich, wo das Wasser soooo kalt ist. Nö,nö, ich bleib lieber da. ;-))
      Grüß dich lieb
      Susi

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  4. Liebe Heather, ich drücke Euch die Daumen, daß Ihr trockene Füße behaltet. Wasser im Keller ist nun wirklich nichts Gutes.
    LG von Juliane

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    1. Danke Juliane,
      fürs Daumen halten. Trockene Füße und Hände sind zwar momentan etwas schwierig, aber ich hoffe, bald ist alles ausgestanden.
      Knuddel dich
      Susi

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