Dienstag, 25. Juni 2013

Püppchen und "Vivat Bedaium"

Es war viel los in letzter Zeit und ich bin gar nicht dazu gekommen, auf meinem Blog zu schreiben.
Nun hab ich euch Einiges zu zeigen.

Es sind zwei neue Püppchen entstanden.


 Ich liebe diese kleinen Püppchen. Sie sind ca.13cm groß und mit Schafwolle gefüllt.


"Vivat Bedaium" in Seebruck - ein Tag in der Vergangenheit

Bei traumhaftem Sommerwetter sorgten am Sonntag den 16.06.2013  leibhaftige Kelten, Römer und Bajuwaren aus nah und fern mit ihren historischen Gewändern, Waffen, Werkzeugen, Erzeugnissen und Waren für das passende Ambiente. Auch für Speis und Trank war ausreichend gesorgt.
Unsere Gruppe Daruvenia war auch dabei und es war ein wunderschöner Tag mit lieben Freunden und vielen interessierten Menschen.
Ich hab euch einige Fotos mitgebracht, leider hat mein Sohn ein bisschen geschwänzt beim Fotografieren aber beim suedost-news.de gabs auch noch einige Fotos von der gelungenen Veranstaltung.

















































Hier auch noch einige Artikel von Zeitungen, falls wer hineinlesen möchte.

Reichenhaller Tagblatt
Berchtesgadener Anzeiger
Chiemgau24

Ich liebe es, auf Museumsveranstaltungen oder Antiken- / Mittelalterlichen Märkten teilzunehmen oder sie zu besuchen. Erwachsene und Kinder sind immer sehr interessiert, wie man früher so gelebt, was die Menschen zu essen hatten, wie sie angezogen waren und was sie herstellten.
Es ist eine ganz andere Welt, die sich einem da aufmacht. Es gibt so viel zu entdecken und zu lernen. Lebendige Geschichte. Kein trockener Schulunterricht.

Das Schönste sind die lieben Kontakte, die entstehen. Sei es zu den Mitdarstellern oder zu den Besuchern.
Ich möchte um nichts auf der Welt unsere dadurch liebgewonnenen Freunde vermissen, sie sind auf ihre Art etwas Besonderes.
Man tauscht sein Wissen seine Erfahrungen gegenseitig aus, hilft sich untereinander, fachsimpelt natürlich und lacht viel. Eine andere Welt und ich liebe diese. Man nimmt so viel mit für sein eigenes Leben und sieht manches auch mit einem anderen Auge.
Ob Keltenfreunde, Römer, Bajuwaren, Barbaren,  Nordmänner, Mameluken, die Mittelalterdarsteller, ach es gibt so viele, die wie kennen und schätzen lernten. Eine richtige Bereicherung fürs Leben.
Natürlich gibt es auch Gruppen, zu denen man keinen so richtigen Kontakt bekommt. Aber es ist halt wie im richtigen Leben. Entweder es passt oder es passt nicht.
Ich hoffe, ihr habt auch irgendwann die Möglichkeit, eine solche Veranstaltung zu besuchen und lasst euch dann in eine andere Zeit mitnehmen. Es macht wirklich viel Spaß und lebendige Geschichte kann so schön und interessant sein.

Seid lieb gegrüßt

Susi


Freitag, 14. Juni 2013

Zaubersäckchen.

Vor doch schon einiger Zeit werkelte ich sehr lange für den Martinsbasar des Waldorfkindergartens. Locker über zehn Jahre. Die verschiedensten Sachen wurden gewerkelt und jedes Jahr gab es auch einiges Besonderes. In einem Jahr gab es süße Zaubersäckchen, ich hatte auch eine tolle Anleitung dazu. Aber nach drei Umzügen ist sie bis jetzt nicht mehr aufgetaucht.

Nun suchte ich im Web nach diesen wunderbaren Zaubersäckchen und ich fand sie auch bei Hella
Sie ist so lieb und gibt ihre Anleitung für das Anfertigen des Zaubersäckchen kostenlos ab. Die einzige Bedingung ist das Hinterlassen eines Kommentares oder einer Mail; dann schickt sie die Datei zu.
Ihr Blog heißt Allerlei Herz und ist mit viel Herz gemacht. Ich fand das so lieb von ihr. 
Kurzerhand hab ich sie angeschrieben und kurz darauf hatte ich die so sehnsüchtig gesuchte Anleitung in meiner E-Mail.

Nun zeig ich euch mein erstes Zaubersäckchen nach so vielen Jahren:

 Hier ist das Püppchen in seinem Bettchen.












 Das Schnuffeltuch muß bei dem Ausflug auch dabei sein.





















So sehen die einzelnen Teile aus. Wenn man mit seinem Püppchen gespielt hat, dann kann alles im Säcklein gelassen werden, wie auf dem ersten Bild gezeigt.
Das Zaubersäckchen wird samt Inhalt umgedreht und alles ist aufgeräumt.
 Ich find es einfach zauberhaft schön. 
Liebe Hella. noch mal vielen lieben Dank, dass du deine Anleitung zur Verfügung gestellt hast.

Seid alle lieb gegrüßt

Susi




Samstag, 8. Juni 2013

So viel Neues.......

Für mein blaues Schlafzimmer wollte ich jetzt im Sommer eine blaue Fee. Letztes Wochenende vor dem "Bächleinwasser" hab ich sie begonnen, nun ist sie fertig. Ich denke schon über eine rosarote Rosenfee und eine Lavendelfee nach.
Ich hoffe, euch gefällt sie auch.
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Aus Japan hab ich heißersehnte Post bekommen. Von Megumi kam mein Japanisches Puppenbuch endlich an. Es ist so wunderschön. Daraus werd ich bestimmt einiges Werkeln und es hier auch zeigen. Ich hab es über Ebay gekauft.


Für alle, die es interessiert, hier könnt ihr einen Blick hinein tun.: HEART-WARMING-WALDORF-DOLLS-Japanese-Craft-Book Scrollt etwas nach unten und ihr könnt einige Seiten des Buches anschauen.
Liebe Migumi aus Japan, vielen lieben Dank fürs Zusenden.

Aus meinem noch nicht umgestalteten Garten gibt es auch Neuigkeiten.
Meine Heckenrosen sind erblüht. Ich liebe diese Röschen, sie sind so wunderschön. Leider blühen sie nur sehr kurz, aber genau so stelle ich mir die Rosen bei dem Märchen Dornröschen vor.




Neues gibt es auch von unserem Bächlein im Keller. Seit gestern früh kommt kein Wasser mehr durch. Der Keller ist zwar noch pitschnass, aber das wird auch noch. Wir sind schon fleißig am Ausräumen und am Sortieren. Nach dem ersten Schock geht es mir schon viel besser. Danke noch mal für eure lieben Worte, die haben mir so gut getan.
Wenn ich die schlimmen Fotos von den Betroffenen, die alles verloren haben, sehe, wird mir ganz anders.

Stress macht nur die Ergoversicherung. Die Hausrat greift nicht und bei der  Wohngebädeversicherung -  obwohl diese mit Elementarschaden versichert ist - wahrscheinlich auch nicht. Sie versuchen sich jetzt über das Grundwasser auszureden, denn Grundwasser ist ja kein Elementarschaden. Ich würd das Wasser ja nicht trinken wollen, denn Grundwasser ist ja superklar und im Pumpschacht ist nach dem langen Auspumpen immer noch ne leicht dreckige Flüssigkeit.
Wir leben ca. einen Kilometer vom Inn weg, früher lag hier das alte Innbett  und auch der Gletscher endete vor doch sehr sehr lange Zeit vor unserer Haustüre.
Der Hammer ist, daß wir ne 1%ige Selbstbeteiligung haben und das macht 3184 Euro. Ich frag mich grad, warum wir uns bei dieser Versicherung überhaupt versichert haben. Egal, wir schaffen das auch so. Es ist zwar noch ganz schön stressig und das bestimmt noch die nächste Zeit, aber es hat auch irgendwie was Gutes.
Wir hoffen nun, dass die angesagten Regenfälle an diesem Wochenende das Grundwasser nicht mehr so hoch ansteigen lassen. Es sieht wieder so grün und ruhig bei uns draußen aus.







 Auch von unserem Vogelbaby gibt es Neues, es wächst und gedeiht. Natürlich hab ich auch ein Foto von dem nicht meht ganz so kleinem Vögelchen.





Ich freu mich heute Nachmittag noch auf einen Flohmarktbesuch und wenn ich was Schönes finde, dann zeig ich es bestimmt.
Allen in den Hochwassergebieten wünsch ich viele helfende Hände und liebe Worte des Trostes.

Nun wünsch ich euch allen ein wunderschönes Wochenende.

Drück euch ganz lieb.

Susi



Montag, 3. Juni 2013

Um 2.13 Uhr in der Nacht kam das Wasser............


Hier ein kurzer Zwischenbericht. Um 2.13 Uhr in der Nacht kam das Wasser mit aller Kraft. Aus dem Sicherheitsschacht unten an Kamin lief das Wasser, als hätten wir vergessen, den Wasserhahn zuzumachen. Trotz Abpumpschacht mit laufender Pumpe und wir drei beim Auffangen und Auswinden mit Handtüchern etc., schafften wir es nicht, dem Wasser Herr zu werden. Unser Keller lief auf 10cm Höhe voll, trotz Dauerbetrieb der Pumpe. Es ist, als hätte sich ein alter Bachrinnsal aufgetan und der will bei uns durch und das mit einer Wahnsinnswucht.

 Hier kommt das Wasser aus dem Sicherheitsschacht unten vom Kamin raus.

Und da läuft es in den Abpumpschacht, nachdem es quer durch den ganzen Keller gelaufen ist. Als wir die Bilder machten, standen wir zu dritt beim Auswringen und hier kam das Wasser noch in einem winzigen Rinnsal aus dem Ofenloch. Heute über Tags sprudelte locker die 3-4 fache Menge heraus.


Es läuft immer noch wie blöd, schlimmer als in der Nacht und das den ganzen Tag lang. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn im Keller nicht die Sachen von meiner Mama, von meinem Papa und von uns wären. Nachdem 60 Jahre kein Wasser im Keller war, steht alles auf dem Boden und der Keller ist gut vollgeräumt. 

Als wir damals aus Not bei meiner Mama einzogen, war das Haus in zwei Wohnungen aufgeteilt. Unten meine Oma und oben meine Mama. Meine Mama konnte einige Monate vor unserem Einzug aufgrund eines Schlaganfalls, der das Alzheimer rapide beschleunigte, nicht mehr alleine leben. Wir nahmen sie zu uns in das Bauernhaus, in dem wir damals erst ein Jahr wohnten. Dort stellte sich dann heraus, dass es laut Gutachten mit Wasser in den Wänden und Schimmel vollgesaugt war. Also hieß es ausziehen, aber wohin? Zur Mama ins Haus, das stand zwar rappelvoll, aber immerhin wohnte keiner drin.
Denn meine Oma ging in der Zwischenzeit auch ins Altersheim und nahm nur das Wichtigste mit. Somit war das Haus mit zwei kompletten Wohnungen eingeräumt und dann hieß es ausräumen. Wir mussten dann innerhalb eines Monats alles in den Keller, den Speicher und in die Garagen räumen und uns auch noch von 240 Quadratmetern auf 138 runter reduzieren und einziehen. Das war der Wahnsinn. Zu allem Übel musste damals in dem Monat auch noch die Heizung gemacht und unten die Wohnung geweißelt werden. Meine liebe Schwester und ihr Freund halfen uns, soweit es möglich war. Sie waren eigentlich jedes Wochenende da. Obwohl sie einfach zu uns mehr als eine Stunde fuhren. Sie schmissen alles über den Haufen und das zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar, um uns zu helfen. Ich könnte die zwei immer noch durchknuddeln für ihre Hilfe.
Dann brauchten wir eine Pause und nun werkeln, räumen und bauen wir schon eine Zeit um, aber der Keller war ja gut eingeräumt, der sollte dieses Jahr im Sommer dann dran sein. 
Tja vieles kommt anders, als man es plant. 

Wir sind k.o. und deprimiert. Alles ist aufgeweicht, voll Wasser gesogen und kein Ende ist in Sicht. Momentan ist der Frust ganz schön groß. Aber ein Unterstellplatz ist gefunden, der erste Hänger ist voll und ab morgen Mittag können wir dann in unseren Ausweichplatz rein. Den in unserer Garage ist kaum ein freier Platz und so können wir dort nichts auf die Schnelle hinstellen. 
Derweilen steigt stetig das Wasser……….
Gott sei Dank beinhaltet die Wohngebäudeversicherung einen Elementarschaden. Damit bekommen wir den Keller trocken. Aber in der Hausratversicherung steht nicht explizit Elementarschaden drin und somit wird nichts ersetzt und alle Unkosten, die wir zusätzlich haben, werden nicht gezahlt. Was alles untergegangen ist, wird sich erst noch zeigen. Es ist zum Heulen. Hoffentlich nicht die Waldorfspielsachen und die Bücher; genauso das teure Therapiespielzeug, das mein Sohn damals als Kind brauchte.

Einen Schritt nach dem anderen, wird schon wieder werden. Es hat auch sein Gutes. Jetzt wird alles entsorgt, was wir nicht brauchen. Die alte Trennwand mitten im Raum, die mein Papa noch aufbaute, kommt weg und die Uralt-Regale kommen raus. Das wird eine Menge Arbeit.
Ich bin echt schon am Überlegen, ob ich mir nach der ganzen Reinigung und Trockenaktion den Keller nicht hellblau oder Flieder streiche.


Immerhin haben einige liebe Bloggerinnen auch ihre Speisekammern, Keller und Küchen radikal schön gezaubert. Ich hatte die schönen Bilder richtig verschlungen und fand die Ideen, die sie hatten, herrlich. Der Gedanke ist wunderbar und macht mir im Chaos richtig Mut. An irgendetwas muss man sich hochziehen. Zum leise hinein Weinen ist noch keine Zeit, das kommt bestimmt noch.
So jetzt wird Zeit, dass ich wieder nach unten komme. Es ist mittlerweile nach 23.00 Uhr; wir richten alles fürs Ablaufen her und gehen dann in die Badewanne und ins Bett. Morgen in der Früh geht’s dann weiter. Die Wand hat sich nun einen halben Meter mit Wasser vollgesogen, aber es steht nur noch 6 cm hoch auf dem Boden. Das heißt, die Pumpe kommt langsam nach. Hoffentlich versiegt das Bächlein bald. 

Meine zwei Lieben hatten nur heute frei. Morgen muss mein Mann in die Arbeit und mein Sohn in die Berufsschule, also bin ich in der Nacht mit schauen dran. Aber zuerst muss ich ein paar Stunden schlafen. Heute Morgen schafften wir nur 2 Stunden zu schlafen, dann läutete das Telefon und wir waren wieder auf und dann unten im Keller.

Seid nicht böse, wenn ich eure Blogs nicht so schnell besuchen kann, oder mich zurückmelden, aber ich lese in der Zwischenzeit und werde mich auch bei dem einen oder anderen Mal kurz melden. Es muss ja mindestens jede Stunde auch in der Nacht jemand kontrollieren, dass sich die Pumpe aufgrund der doch zu niedrigen Schachthöhe einschaltet. Somit werd ich auch in der Zwischenzeit mal durch die Blogs „reisen“ können.

Liebe Grüße aus dem Bächleinhaus

Susi


Sonntag, 2. Juni 2013

Hochwasser fast vor der Haustüre

Wir wohnen seit ca zwei Jahren in dem Haus von meinen Eltern und Großeltern.Gebaut hat es mein Uropa und meine Uroma. Ich liebe dieses Fleckchen Erde und könnte mir nur schwer vorstellen, hier wegzuziehen.
Komisch, wie sehr man mit so einem Fleckerl Erde verwurzelt sein kann.
Da wir in dem früheren Auenland des Inns leben, nicht weit weg von ihm, kommt es immer wieder mal vor, daß es bei uns Hochwasser gibt.
Aber daß der Grundwasserspiegel so hochgeht, daß bei uns nicht nur die Drainage, die 1,50 Meter hoch  und ca. 3 Meter breit ist und  ca.15 Meter vor unserer Haustüre komplett mit Wasser volläuft, das hab ich so auch noch nicht gesehen.  Nein, auch der hintere Bach, der einen halben Kilometer von uns weg ist, ist so übergegangen, daß das Wasser über die Felder bis zu unserer Drainage läuft.
Es sieht aus, als würden wir an einem See leben. Im Keller beginnt das Wasser auch zu steigen. Gott sei Dank nur im Pumpschacht, mittlerweile sind es 12 cm. Bei 40 cm steht unser Keller dann unter Wasser.
Es regnet immer noch. Ich hoffe, da oben hat einer ein Einsehen und lässt es aufhören zu regnen. Steigt das Grundwasser noch einen halben Meter, dann haben wir das Wasser vor der Haustüre und der Keller ist dann bis oben mit Wasser aufgefüllt, da es dann durch das alte Kellerfenster beim Sicherheitsentlüftungsloch für die Gasheizung läuft.
Am Nachmittag reagierten die Behörden aber auch dort und riefen gegen 15.00 Uhr den Katastrophenfall für den gesamten Landkreis Mühldorf aus.

Aber das Schöne ist, als ich ein Kind war, als das letzte Mal das Wasser so hoch stand, schwammen Enten in dem Dainagensee. Heute besuchte uns ein wunderschöner Schwan, so als würde er sagen, es ist alles nicht so schlimm. Er schwamm graziös an uns vorbei, es sah so wunderschön aus.
 Ich hab auch einige Bilder für euch.





















Die Not der Tiere merkt man auch. Die kleinen Spatzen kuscheln sich an die Balkonbrüstung oder setzen sich oben oder unter den Balkon. Sie sind richtig durchgeweicht und wenn sie sich schütteln, dann spritzt das Wasser nur so von ihnen ab.







Etwas Schönes gibt es auch noch: Nachdem unser Taubenpärchen drei Mal versuchte zu brüten und das Nest von den Elstern immer ausgeraubt wurde, gibt es nun Nachwuchs. Ein kleines Taubenbaby hat es geschafft. Ich hoffe, morgen vom Vogelbaby ein Foto machen zu können.
So, jetzt  gönne ich mir eine Tasse heißen Tee und warte ab. Es wird eine lange unruhige Nacht werden.

Ich wünsche allen in den betroffenen Hochwassergebieten eine ruhige und trockene Nacht. Euch allen andern ebenfalls.
Seid lieb gegüßt

Susi